Entstehungsgeschichte

Janine Adamczyk und Louis Siewe

Janine Adamczyk und Louis Siewe

Die Idee zur Gründung von GlobalEduPals hatten Louis Destin Siewe und seine Frau Janine Adamczyk Ende 2011.

Louis kam vor 16 Jahren von Kamerun nach Deutschland. Damals hatte er nur eine sehr vage Vorstellung von diesem Land, dessen Sprache er nicht sprach. Dank des reichhaltigen Bildungsangebots und der Unterstützung neuer Freunde gelang es ihm jedoch rasch, sich sicher in die Gesellschaft zu integrieren.

Er erlernte die deutsche Sprache, schloss die Schule ab und konnte Wirtschaftsingenieurwesen studieren. In seiner zweiten Heimat in Jena gilt er heute als stadtbekanntes Gesicht. Dass Bildung ein hohes Gut ist, welches niemand als selbstverständlich erachten sollte, weiß er aus seiner Heimat und zahlreichen Reisen in andere afrikanische Staaten. Dabei fiel ihm immer wieder auf, dass dort gutausgebildete Fachkräfte fehlen (z.B. in der Industrie und Verwaltung) und dass viele seiner jungen Landsleute Afrika dauerhaft verlassen, da sie vor Ort keine private und berufliche Perspektive für sich sehen.

Auch Janine Adamczyk, seine Frau, machte diese Beobachtungen. Als Ärztin war sie in zahlreichen medizinischen Einsätzen in Afrika unterwegs. Sie lernte neue Kulturen kennen, traf freundliche Menschen und sah eine atemberaubende Natur. Dabei wurde sie immer wieder mit Armut, Krankheit und weiteren sozialen Problemen konfrontiert. Wenn jemand an einer einfach behandelbaren Krankheit stirbt, weil es vor Ort zu wenig medizinisches Personal oder kein Krankenhaus gibt, dann macht das traurig und sehr nachdenklich. Dies steht in starkem Kontrast zur Hightech-Medizin an Janine’s regulären Arbeitsorten, Universitätskliniken in Deutschland und den USA.

Mit dem Willen, etwas ändern zu wollen, und motiviert durch die Chancen, die sich Louis durch seine Ausbildung in Deutschland eröffneten, wollten Louis und Janine eine Organisation gründen, die Afrikanern neue Chancen und Perpektiven eröffnet. Ganz im Sinne des Zurückgebens an Louis‘ beide Heimatkontinente soll die Organisation als Plattform für Menschen dienen, die etwas bewegen möchten, denen aber die Mittel dafür fehlen. Louis und Janine erachten dabei Bildung und Gesundheit als universales menschliches Recht und als die Grundlage für eine stabile Gesellschaft.

Louis, Janine und Prof. Olaf Werner (Abbe-Institut für Stiftungswesen)

Louis, Janine und Prof. Olaf Werner (Direktor Abbe-Institut für Stiftungswesen)

Zusammen mit Freunden aus Jena, viele davon Mitglieder der afrikanischen Diaspora, wurde im Jahre 2012 die Stiftung GlobalEduPals ins Leben gerufen. Hierzu haben ganz besonders Annette Gramms, Karsten Jahn, Francis Pouatcha, Andre Pouassom und Daniela Scheler beigetragen. Im Sommer desselben Jahres startete das Pilotprojekt “GlobalJavaPals” an der Hochschule DIT im kamerunischen Douala mit dem Ziel, afrikanische Studenten in der Programmierung in Java weiterzubilden. Ein Jahr später hatten die ersten vier Projektteilnehmer das Programm bereits erfolgreich abgeschlossen und wertvolle Kenntnisse und Arbeitserfahrung gewonnen.

Motiviert von diesen ersten Erfolgen wuchs unsere Gruppe rasch an und wir konnten unsere Ideen ausbauen, insbesondere durch die wertvolle Mitarbeit von Tina Gersuni, Karsten Bassi, Hazel-Ann Slinn und Nicole Fuchs.

GlobalEduPals arbeitet eng mit dem Abbe-Institut für Stiftungswesen zusammen und steht momentan kurz vor der offiziellen Eintragung als Stiftung.